Egal, ob du gerade dein Studium abgeschlossen hast oder deinen aktuellen Job kündigst, Vollzeitfreelancing bietet dir die Möglichkeit, all deine Energie in den Aufbau deines eigenen Unternehmens zu stecken. Ohne finanzielle Sicherheit kann dies jedoch stressig sein. Daher besprechen wir die wichtigsten Vor- und Nachteile, um zu bestimmen, ob du bereit für diesen Schritt bist.

Volle Konzentration auf dein Unternehmen

Wenn du dich vollständig auf eine Vollzeitfreelance-Karriere konzentrierst, ohne vorherige Erfahrung mit Freelancing, ist das ein mutiger Schritt. Betrachte es auch als mentale Herausforderung: Deine gesamte Energie fließt in den Aufbau deines Einzelunternehmens. Du konzentrierst dich voll und ganz darauf, deine Ziele zu erreichen.

Mehr Freizeit als Vollzeitfreelancer

Im Gegensatz zu Menschen, die neben dem Freelancing noch einen Teilzeit oder Vollzeitjob haben, bestimmst du als Vollzeitfreelancer selbst deine Arbeitszeiten. Das gibt dir viel mehr Freiheit. Dennoch bist du als eigener Chef nie ganz mit der Arbeit fertig. Viele Freelancer schätzen daher ihre Wochenenden und Abende, um Abstand zu gewinnen, Zeit mit Hobbys und Familie zu verbringen. Manchmal musst du an einem Wochenende noch arbeiten, um einen Auftrag abzuschließen, aber diese Opfer sind in der Regel geringer als bei einem festen Job.

Verfügbarkeit während der Bürozeiten

Ein großer Vorteil des Vollzeitfreelancings ist, dass du während der Bürozeiten verfügbar bist. Das verschafft dir als angehendem Freelancer einen Vorteil. Kunden können dich fünf Tage die Woche, von neun bis fünf, erreichen – der ideale Zeitpunkt, um Geschäfte zu machen. Auch die Planung von Terminen während der Bürozeiten wird von Kunden sehr geschätzt. Dank dieser Verfügbarkeit kannst du Fristen besser einhalten.

Disziplin ist entscheidend

Als neuer Freelancer erlebst du möglicherweise einen Kulturschock. Du arbeitest oft alleine, ohne direkten Vorgesetzten. Das kann einsam sein und erfordert viel Selbstdisziplin. Du bestimmst selbst deinen Tagesablauf, aber wenn du von zu Hause aus arbeitest, lauern Ablenkungen wie eine Serie oder Hausarbeiten immer in der Nähe. Fehlt es dir an Disziplin, lernst du dies oft im Laufe der Zeit. Du könntest auch in Erwägung ziehen, außerhalb zu arbeiten, um Ablenkungen zu reduzieren.

Höheres finanzielles Risiko

Vollzeitfreelancing bringt auch finanzielle Unsicherheit mit sich. Hast du genügend Aufträge, um über die Runden zu kommen? Einige haben den Vorteil, dass sie jung sind und noch bei ihren Eltern wohnen, wodurch die Kosten niedrig bleiben. Andere kombinieren Freelancing mit Pflegeaufgaben. Aber wenn du deinen festen Job kündigst, ist es entscheidend, ein finanzielles Polster zu haben.

Finanzielle Überbrückung und Planung

Bevor du deinen Job kündigst, ist es ratsam, mindestens drei Monate an finanziellen Rücklagen zu haben. Überlege dir auch, was du tust, wenn das Geld unerwartet ausgeht. Externe finanzielle Unterstützung kann dann eine Lösung sein. Nur von Ersparnissen zu leben, kann Druck erzeugen, aber es kann auch motivieren, erfolgreich zu sein. Erstelle als neuer Freelancer immer einen Geschäftsplan. So behältst du den Überblick und weißt genau, wohin du arbeitest und wie du das erreichst.