Als Freelancer genießt du die Freiheit, von zu Hause aus zu arbeiten. Du kannst entspannt in deinem Jogginganzug arbeiten und in Ruhe ohne Unterbrechungen zu Mittag essen. Das spart Reisezeit und Kosten, bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Um herauszufinden, ob das Arbeiten von zu Hause für dich geeignet ist, ist es wichtig, die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen.
Die Vorteile des Homeoffice
Viele angehende Freelancer entscheiden sich dafür, von zu Hause aus zu arbeiten. Das ist nachvollziehbar, denn der größte Vorteil ist, dass du keine zusätzlichen Kosten hast. Im Gegensatz zum Arbeiten außerhalb des Hauses musst du keinen Büroraum mieten oder einrichten und nutzt das Internet, das du wahrscheinlich bereits hast. Außerdem sparst du Reisekosten und Zeit. Kein tägliches Pendeln mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto bedeutet mehr Ruhe und weniger Stress.
Deine eigene ideale Tagesstruktur
Als Freelancer bestimmst du selbst, wie du deinen Tag einteilst. Du kannst von neun bis fünf arbeiten, aber auch mit einem Morgenlauf beginnen. Hast du einen Hund, machst du nachmittags einen langen Spaziergang. Hast du kleine Kinder, passt du deinen Arbeitszeitplan an ihren Rhythmus an. Diese Flexibilität ist einer der größten Vorteile des Freelancens. Das Arbeiten in deiner vertrauten Umgebung macht es zudem entspannter.
Die Herausforderung, Arbeit und Privatleben zu trennen
Da du jeden Tag zu Hause arbeitest, kann es schwierig sein, Arbeit und Privatleben zu trennen. Ist ein Auftrag noch nicht abgeschlossen, ist die Versuchung groß, abends oder am Wochenende doch noch etwas zu arbeiten. So arbeitest du manchmal bis spät in die Nacht. Das passiert weniger schnell beim Arbeiten außerhalb des Hauses, wo du nach der Arbeit buchstäblich die Tür hinter dir schließt und Zeit hast, dich zu entspannen.
Die Homeoffice-Umgebung ist nicht immer professionell
Ein Nachteil des Homeoffice kann sein, dass du beispielsweise im Wohnzimmer arbeitest. An deinen freien Tagen siehst du dann ständig deinen Arbeitslaptop und verstreute Unterlagen, was ablenken kann. Außerdem kann es weniger professionell wirken, wenn du Kunden zu Hause empfängst. Je nach Branche kann es unangenehm sein, Kunden im Wohnzimmer zu empfangen, geschweige denn, dass sie durch das ganze Haus laufen müssen.
Schaffe einen separaten Arbeitsplatz
Um Arbeit und Privatleben besser zu trennen, ist es ratsam, einen separaten, ergonomischen Arbeitsplatz einzurichten. Räume deine Büromaterialien ordentlich in einem separaten Raum auf. Platziere diesen Arbeitsplatz idealerweise in der Nähe der Eingangstür, damit Kunden nicht durch das ganze Haus laufen müssen. Das wirkt professioneller. Wenn du diesen Raum zu mehr als neunzig Prozent für dein Unternehmen nutzt und der Raum einen eigenen Eingang sowie Einrichtungen wie Sanitäranlagen hat, kannst du die Kosten sogar steuerlich absetzen.
Jeden Tag nach draußen
Mit einem separaten Arbeitsplatz zu Hause ist das Arbeiten im Homeoffice ideal, aber es ist wichtig, nicht den ganzen Tag drinnen zu bleiben. Du wachst auf, arbeitest und gehst wieder ins Bett in derselben Umgebung. Vermeide die Fallen des Freelancens, indem du jeden Tag nach draußen gehst. Gehe spazieren, mache Sport oder gehe einkaufen. Ein wenig Abstand von deiner Arbeit sorgt dafür, dass du mit frischem Blick und neuer Energie zurückkehrst.
Arbeiten in einem Café oder an einem anderen Arbeitsplatz
Für etwas Abwechslung kannst du als Homeworker auch einmal einen anderen Arbeitsplatz aufsuchen. Die Bibliothek ist beispielsweise ein ruhiger Ort zum Arbeiten. Möchtest du eine lebhaftere Atmosphäre, ist ein Café oder eine Lunchbar eine gute Option. In Städten gibt es viele 'Arbeitsplätze' mit schnellem WLAN, gutem Kaffee und langen Tischen, an denen du den ganzen Tag arbeiten kannst. Die entspannte, kreative Atmosphäre ist ideal, um auch Kunden zu empfangen und Geschäfte zu besprechen.