Eine gute Beziehung zu deinen Kunden ist essenziell als Freelancer. Nicht nur kommt dies dem Kunden zugute, sondern auch du profitierst davon. Starke Kundenbeziehungen führen oft zu wiederkehrenden Aufträgen. Der Aufbau einer solchen Beziehung erfordert jedoch Einsatz und Aufmerksamkeit, da es auf beiden Seiten Erwartungen und Bedürfnisse gibt.
1. Erwartungen unterscheiden sich je nach Kunde
Als Freelancer bist du der ultimative Dienstleister und Kundenorientierung ist entscheidend. Dennoch unterscheiden sich die Wünsche je nach Kunde. Versuche bei einem neuen Kunden schnell herauszufinden, was für ihn wichtig ist. Der eine Kunde legt Wert darauf, im Budget zu bleiben, während ein anderer vor allem pünktlich abgeschlossene Projekte erwartet. Manche Kunden empfinden es als unangenehm, wenn du nicht sofort erreichbar bist, andere möchten hingegen ständig auf dem Laufenden gehalten werden. Mit mehr Erfahrung lernst du besser, auf diese unterschiedlichen Wünsche einzugehen.
2. Lass auch deine Wünsche erkennen
Eine erfolgreiche Zusammenarbeit entsteht nicht nur, indem du die Wünsche des Kunden erfüllst, sondern auch, indem du klar machst, was du benötigst. Denke an das Erhalten von Feedback, pünktliche Zahlungen und Verständnis für die benötigte Zeit, um ein Projekt abzuschließen. Manchmal musst du hier deutlicher sein, auch wenn das manchmal unangenehm ist. Wenn deine Wünsche respektiert werden, kannst du deine Arbeit optimal ausführen.
3. Eine problematische Beziehung
Frustrationen kommen bei Freelancern und Selbständigen regelmäßig vor, wobei oft die Kunden die Schuld tragen. Kunden sind manchmal unzufrieden, geben wenig Feedback oder erwarten zu viel für zu wenig Geld. Oft liegt dies an einem Mangel an Einsicht in deine Arbeit. Kunden verstehen manchmal nicht, wie viel Wissen, spezielle Ausrüstung und Zeit ein Projekt erfordert. Diese Unkenntnis kann zu unrealistischen Erwartungen und Konflikten führen.
4. Versorge den Kunden mit Informationen
Um Missverständnisse zu vermeiden, ist es wichtig, deinen Kunden mit klaren Informationen zu versorgen. Du musst nicht jedes Detail erklären, aber erläutere deine Pläne und Arbeitsweise. Erkläre, warum du bestimmte Entscheidungen triffst und wie diese zur Kostensenkung, schnelleren Fertigstellung oder zur Bedeutung für ihr Unternehmen beitragen können. Verständnis dafür sorgt für realistischere Erwartungen und mehr Unterstützung für deine Vorschläge.
5. Sorge dafür, dass du immer erreichbar bist
Erreichbarkeit ist entscheidend für eine gute Geschäftsbeziehung. Stelle sicher, dass du telefonisch erreichbar bist und E-Mails innerhalb weniger Stunden beantwortest. Wenn du viel zu tun hast oder gegen eine Frist arbeitest, lass wissen, dass du schnell auf eine Nachricht zurückkommst – und tue das auch. Das zeigt, dass du verfügbar bist und engagiert bleibst. Lass Nachrichten nicht tagelang unbeantwortet und sei pünktlich bei Terminen und Fristen. Stimme deine Bürozeiten, wo möglich, auf die des Kunden ab, auch wenn du als Freelancer deine Freiheit schätzt. Kunden passen sich schließlich selten an deine Öffnungszeiten an.
6. Schenke deinem Kunden Aufmerksamkeit
Gute Kommunikation und Erreichbarkeit sind wichtig, aber auch Aufmerksamkeit für deinen Kunden macht den Unterschied. Sei freundlich und hilfsbereit, vermeide kurze Antworten und schreibe immer etwas ausführlicher. Anstatt "Gut, danke" könntest du besser sagen: “Hallo Gerard, ich habe dein Anhang erhalten. Danke für das Zusenden. So ist jetzt klar, was du meinst. Freundliche Grüße.” Halte deinen Kunden auch ohne dass er darum bittet über den Fortschritt informiert. Durch gute Kommunikation während eines Auftrags kommst du als zuverlässiger Partner rüber.
7. Merke dir persönliche Dinge
Der Schlüssel zu einer starken Geschäftsbeziehung ist manchmal, mehr zu geben, als der Kunde erwartet. Das kostet wenig Zeit: Frage nach Geburtstagen, Hobbys oder den Namen von Partner und Kindern. Schicke an besonderen Tagen eine Weihnachts- oder Geburtstagskarte. Biete treuen Kunden einen speziellen Preis an oder gib einen nützlichen Tipp. Solche Aufmerksamkeiten werden sehr geschätzt und zeigen dein aufrichtiges Interesse. Halte persönliche Details in deiner Akte fest, um sie später zu nutzen.
8. Von gut zu großartig
Indem du dich für deinen Kunden einsetzt, auf ihre Wünsche Rücksicht nimmst und manchmal etwas Extra tust, bietest du nicht nur gute, sondern großartige Dienstleistungen an. So profitierst du später von einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Geschäftsbeziehungen kennen manchmal Höhen und Tiefen und manchmal erfordert ein Kunde mehr Einsatz als ein anderer. Auch der erfahrenste Freelancer hat mit Meinungsverschiedenheiten oder Beschwerden zu kämpfen. Wie du damit umgehst, erfährst du im Artikel ‘Wie du als Freelancer mit Konflikten umgehst’.